Robust Infrastructure

Ansprechpartnerin

Name

Nadine Friesen

Promotionsstudentin

Telefon

work
+49 241 80 25139

E-Mail

E-Mail
 

Die Schieneninfrastruktur ist schon heute stark ausgelastet und stößt teilweise bereits an die Kapazitätsgrenzen, was sich zukünftig insbesondere durch das prognostizierte Wachstum des europäischen Schienengüterverkehrs noch verstärken könnte. Diese Steigerung der Auslastung wird ohne entsprechende Maßnahmen zu einem Rückgang der Pünktlichkeit und einer vermehrten Anzahl an Trassenabweisungen führen. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, müssen passende Neu- und Ausbauvorhaben geplant sowie ein möglichst leistungsoptimierter Fahrplan erstellt werden. Dazu ist es unerlässlich, die Leistungsfähigkeit des Eisenbahnetzes zu kennen.

Nach aktuellem Stand der Eisenbahnbetriebswissenschaft werden analytische Leistungsfähigkeitsbestimmungen getrennt für Eisenbahnstrecken und -knoten durchgeführt. Eine Verrechnung über mehrere Strecken für ein (Teil-)Netz findet ergo nicht statt. Unter Einbeziehung der Zusammenhänge zwischen den einzelnen Teilsegmenten könnte diese Leistungsfähigkeitsberechnung angepasst werden und so die Leistungsfähigkeit für zusammenhängende Bereiche bestimmt werden. Damit entsteht ein realistischeres Bild der Leistungsfähigkeit von Netzwerken und die relevanten Engstellen, welche die Kapazität einschränken, können identifiziert werden.

Die Analyse der Leistungsfähigkeit von Eisenbahnnetzen soll im Projekt NeLE durch die Betrachtung der verbundenen Strecken mittels Max-Plus-Algebren und Petri-Netzen erfolgen. Durch die Verknüpfung dieser beiden Modelle können genauere Erkenntnisse über die Zusammenhänge im Rahmen der Leistungsfähigkeitsuntersuchung gewonnen werden.